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Dein Weg muss nicht perfekt sein

  • vor 5 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Umwege, Zweifel und offene Fragen gehören dazu – entscheidend ist, was man daraus macht. Bei der Veranstaltung „Was treibt mich an?“ diskutierten unsere Schülerinnen und Schüler mit zwei hochkarätigen Gästen über berufliche Orientierung, Motivation und den Mut, den eigenen Weg zu gehen.


Am 27.02. fand die Veranstaltung „Was treibt mich an?“ in Zusammenarbeit mit dem Heinrich-Hertz-Berufskolleg statt. Engagierte Schülerinnen und Schüler aus der IBK, der HöHa und der SV planten, organisierten und moderierten die Podiumsdiskussion selbst – und stellten auch die Fragen an die Gäste.

Mit Dr. Ralph Wiechers, Chief People Officer und Arbeitsdirektor der Sana Kliniken AG, und Dr. Alexander von Frankenberg, Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds, saßen zwei Gäste auf dem Podium, die in Wirtschaft, Personalführung und Start-up-Förderung viel erreicht haben. Wiechers gehört seit Januar 2026 dem Vorstand von Sana an. Von Frankenberg prägt den High-Tech Gründerfonds seit 2005 als Geschäftsführer mit und steht damit für eine Institution, die zu den wichtigsten Frühphaseninvestoren in Deutschland zählt.

Besonders eindrucksvoll war, dass beide nicht den perfekten Lebenslauf feierten, sondern offen über Umwege, Zweifel und Lernprozesse sprachen. Gerade Dr. Alexander von Frankenberg machte deutlich, dass berufliche Orientierung selten am Schreibtisch entsteht, sondern im Tun. Man müsse nicht von Anfang an alles wissen. Oft zeige sich erst unterwegs, was wirklich passt. Genau darin lag eine der stärksten Botschaften des Vormittags: nicht auf den perfekten Plan warten, sondern anfangen.

Dabei wurde auch deutlich, dass Erfolg nicht selbstverständlich ist. Beide Gäste sprachen darüber, dass Herkunft, Lebensweg und Chancen nicht immer gradlinig verlaufen und man sich vieles selbst erarbeiten muss. Das machte ihre Aussagen für die Schülerinnen und Schüler besonders greifbar, weil sie nicht von einer idealen Karriere erzählten, sondern von Entwicklung, Entscheidungen und der Bereitschaft, aus Erfahrungen zu lernen.

Dr. Ralph Wiechers betonte rückblickend, dass er die fehlende Auslandserfahrung in seinem eigenen Lebensweg heute als echten Verlust sieht. Interkulturelle Erfahrung sei keine Nebensache, sondern eine große persönliche und berufliche Chance. Gerade für viele unserer Schülerinnen und Schüler mit eigener oder familiärer Migrationsgeschichte war das ein starkes Signal: Vielfalt ist kein Hindernis, sondern eine Stärke, die Perspektiven erweitert und neue Wege eröffnet.

Auch beim Thema Bewerbung fielen klare Sätze. Nicht zuerst die Note entscheide, sondern die Haltung. Wer in ein Gespräch gehe, ohne es wirklich zu wollen, werde kaum überzeugen. Wer dagegen Motivation, Ernsthaftigkeit und echtes Interesse ausstrahle, habe oft mehr Chancen als jemand mit makellosem Lebenslauf. Der Appell war eindeutig: optimistisch bleiben, aktiv werden, Chancen nutzen und akzeptieren, dass Erfolg fast nie aus einem einzigen guten Einfall entsteht, sondern aus Einsatz, Mut und Durchhaltevermögen.

Die Veranstaltung blieb nicht bei den Erfahrungen der Gäste stehen: Die Teilnehmenden stellten eigene Fragen, sprachen über Unsicherheiten und Sorgen – offen im Gespräch und anonym über eine Kartenabfrage. So wurde berufliche Orientierung nicht abstrakt verhandelt, sondern konkret und lebensnah.


Schülerinnen und Schüler aus IBK, HöHa und SV gestalteten die Podiumsdiskussion „Was treibt mich an?“ aktiv mit und kamen mit Dr. Ralph Wiechers und Dr. Alexander von Frankenberg über berufliche Wege, Motivation und Zukunftsperspektiven ins Gespräch.
Schülerinnen und Schüler aus IBK, HöHa und SV gestalteten die Podiumsdiskussion „Was treibt mich an?“ aktiv mit und kamen mit Dr. Ralph Wiechers und Dr. Alexander von Frankenberg über berufliche Wege, Motivation und Zukunftsperspektiven ins Gespräch.

 
 

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